Ing.-u.Sachverständigenbüro LUDEWIG+SCHRADER

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Thermographie

Mit moderner Thermographietechnik kann man sehr effizient den energetischen Ist-Zustand eines Gebäudes durch die Darstellung der Temperaturverteilung beurteilen. Die Bilder machen mangelhafte Dämmungen, Wärmebrücken (örtlich begrenzte Stellen mit erhöhtem Wärmeabfluss), Luftundichtigkeiten sichtbar und können bei vorsorglichem Einsatz dazu beitragen, dass die Bausubstanz nicht nachhaltig geschädigt wird. Durch Undichtigkeiten strömt warme mit hohem Wassergehalt gesättigte Luft über kühle Bauteilflächen und kondensiert, sodass über die Jahre gravierende Feuchtigkeitsschäden die Folge sind.

Eine Grundvoraussetzung für die thermographische Aufnahme einer äusseren Gebäudehülle ist ein deutliches Temperaturgefälle zwischen innen und aussen, das einen konstanten Wärmestrom durch die Bauteile von warm nach kalt auslöst. Einsteiger und ältere Kameras (320x240 IR-Pixel) benötigen für aussagefähige Aufnahmen eine Temperaturdifferenz von 20°, neue und moderne Kameras mit einer hohen thermischen und geometrischen Auflösung benötigen nur 10° um zu verlässlichen Ergebnissen zu kommen. Die wichtigsten und unabdingbaren Voraussetzungen sind

- Aufnahmezeit am frühen Morgen oder am späten Abend
- Mindesttemperaturdifferenz 10° (nur bei Kameras mit hohem Auflösungsgrad)
- trockene und schwachwindige (< 2 m/sec) Witterung
- gleichmässige Temperierung der Innenräume bei geöffneten Innentüren und geschlossenen Fenstern. Die Nachtabsenkung der Heizung ist vorher ausser Betrieb zu nehmen.

Es kommt immer wieder vor, dass thermographische Aufnahmen falsch interpretiert werden und der Laie die Thermographie nicht als komplexes Messverfahren versteht, sondern lediglich die bunten Bilder anschaut und den ausgewiesenen Oberflächentemperaturen blind vertraut ohne zahlreiche äussere Störfaktoren oder thermische Effekte am Gebäude zu berücksichtigen. Die Analyse der Temperaturverteilung einer Gebäudehülle erfordert die strikte Einhaltung und Erfassung definierter Umgebungsbedingungen und die Berücksichtigung strahlungsrelevanter Parameter. Hierzu gehören exakte Emissionsgrade ( das Maß für das Abstrahlungsvermögen von Materialien) und der Faktor Störstrahlung (Umgebungstemperatur), die bei der Auswertung mittels Softwareprogramm zur Anwendung kommen müssen, um Fehlinterpretationen zu vermeiden.

Die Thermographie ist ein Messverfahren, das spezielle Kenntnisse des Anwenders voraussetzt. Zu einem belastbaren energetischen Gutachten gehört die Vorbereitung des Gebäudes, die Einhaltung der Messvoraussetzungen und die Nachbereitung der Messergebnisse. Mit mal vorbeikommen , kurz draufhalten und dem Laien farbige Bildchen präsentieren ist nicht verwertbarer Humbug.

Sie benötigen ein professionelles bauphysikalisches Thermographie-Gutachten,
eine Prognose für Durchfeuchtung und Schimmelpilzbildung, eine theoretische U-Wertberechnung gem. DIN 4108?

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